Salamanca - 16./ 17. Oktober 2021
- Alexander Ringel
- 17. Okt. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Dez. 2021
Was für ein Geschenk!
Manche Geschenke kann man sich nur selbst machen. Endlich bin ich mit eineinhalbjähriger Verspätung in der Stadt angekommen, die wir 2018 zum ersten mal besuchten. Damals war für mich sofort klar, dass ich hier meinen letzten Versuch unternehmen möchte, mein Lebenswerk des spanisch Lernens, zu einem hoffentlich überzeugenden Abschluss zu bringen. Ich habe soviel Energie in diese Sprache gesteckt, wie kaum in eine andere Sprache. Das Ergebnis ist dafür extrem frustrierend; wahrscheinlich deshalb, weil ich noch nie wirklich in den Sprachalltag eintauchen und die Sprache vertieft anwenden konnte. Jetzt oder Nie! Jetzt habe ich die Zeit und will es Wissen! Das alleine ist schon ein Geschenk, doch nun in dieser Stadt zu wohnen - da bin ich doch zutiefst dankbar!
Gestern ging es zuerst mit dem Flieger nach Madrid: mein erster Flug in der Corona-Zeit. Eigentlich wollte ich diese Reise im letzten Jahr vollständig mit Zug und Bus machen, die Distanz erfahren und wahrnehmen, sich Zeit nehmen und wirklich reisen und nicht jeten. Meinen CO2 Fußabdruck kann ich sowieso nicht heilen, doch ich hätte schlicht und einfach die Zeit dazu. ABER: Wegen Corona fast 24 Stunden mit einer Maske in öffentlichen Verkehrsmittel sitzen, wollte ich mir nicht antun. So ging es dann nur ab Madrid mit dem Bus nach Salamanca - das reichte auch bezüglich der Reisedauer. Anders kommt man aber auch nicht schneller hier hin.
Das erste Bild von dieser Stadt vom Bus aus gestern, versprach schon viel:

Diese Ansicht kannte ich noch nicht - und das sollte auch im letzten Jahr der zweite Grund für den Sprachkurs in Salamanca sein: Ich wollte wie Paul-Hans seinerzeit meinen (Un)Ruhestand mit dem Jakobsweg beginnen. Viele Wege führen bekanntlich nach Santiago de Compostela und der Hauptweg von Süden ist der Via de la Plata / der Silberweg. Den französischen Weg bin ich ja schon gelaufen :-) Dieser Weg startet aber in Sevilla und führt über Salamanca nach Santiago. Der Plan WAR also, erst lernen, dann pilgern. Der Mensch denkt - Gott lenkt. So saßen wir stattdessen wie Millionen Menschen weltweit in Quarantäne und Lockdown. In diesem Jahr gibt es deshalb erst mal nur Teil Eins: Lernen! Die Pilger auf dem Via de La Plata haben diese Brücke, mit diesem imposanten Blick auf die Kathedrale von Salamanca, als Tor zur Stadt.
Anders als in anderen Städten am Jakobsweg sind die Pilgerzeichen hier sehr versteckt:


Jetzt kommen erstmal einige Impressionen der Stadt von meinem ersten Rundgang:
und morgen geht es hier hin - und Fortsetzung folgt :-)

Nä, iss dat schön hier!!!




























































































Guten Abend lieber Alexander, wir verfolgen Dich in Deinem Blogg und sind gespannt auf Deine nächsten Eindrücke.