2025/26 Jahreswechsel - Steiermark
- Alexander Ringel
- 10. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Ein Jahreswechsel in einer Gruppe von 10 netten Menschen auf einer abseits gelegenen Hütte: Wunderbar
Die Schneeverhältnisse waren insgesamt bescheiden, auch wenn unser Haus ziemlich hoch und im Schnee lag, doch Skifahren war keine wirkliche Option an den Feiertagen, in der Hochsaison und mit vereisten Kunstschneepisten. Dann eben Winterwanderungen:
Zum Michaelerberg:




Ausflug ins Salzkammergut:
Postkarte aus dem Postkarten-Idyll: Salzkammergut-Überlebenstraining
Eigentlich wollten wir nur ein bisschen österreichische Romantik schnappen, aber gelandet sind wir in einer Mischung aus Disney-Kulisse und dem Berufsverkehr von Shanghai. Unser Ziel: Hallstatt.
Die "Hallstatt-Experience"
Man muss es neidlos anerkennen: Hallstatt ist so hübsch, dass man es am liebsten einpacken und mitnehmen möchte. Das dachten sich die Chinesen übrigens auch – und haben das Dorf in der Provinz Guangdong einfach eins zu eins nachgebaut. Trotzdem scheint das Original im Salzkammergut immer noch der "Place to be" zu sein.
Schon am Ortseingang wurde uns klar: Wir sind nicht die Einzigen. Während wir versuchten, das klassische Foto (Kirchturm, See, Berg, lächeln!) zu schießen, befanden wir uns im Infight mit mindestens drei Reisegruppen und unzähligen Selfie-Sticks, die wie Lanzen im mittelalterlichen Turnier geschwenkt wurden. Die Luft war erfüllt von einem polyglotten Stimmengewirr, wobei das Mandarin definitiv die Oberhand hatte. Kurzzeitig waren wir uns unsicher, ob wir in Oberösterreich sind oder gerade ein Visum für Peking brauchen.
Fluchtplan: Kurs auf Altaussee
Bevor wir vor lauter „Oohs“ und „Aahs“ und Ellenbogen-Checks Klaustrophobie bekamen, zogen wir die Reißleine. Flucht aus dem Instagram-Hotspot, ab ins Auto und rüber zum Altausseer See.
Was soll man sagen? Aufatmen! Hier gibt es sie noch, die Sommerfrische-Ruhe. Der See liegt da wie ein dunkler Smaragd, die Trachtendichte ist höher als die Smartphone-Dichte, und man hört tatsächlich wieder das Knirschen vom Schnee unter den Wanderschuhen statt das Klicken von Auslösern.
Ein Hauch Geschichte (ganz ohne Filter)
Während Hallstatt schon vor 7.000 Jahren mit seinem Salz reich wurde (das "Weiße Gold" hat dort eine Tradition, die so alt ist, dass selbst die Kelten dort schon ordentlich abkassiert haben), ist Altaussee eher der Ort der diskreten Eleganz und der dunklen Kapitel.
Wusstet ihr, dass die Nazis im hiesigen Salzbergwerk tonnenweise Raubkunst versteckten? Fast wäre die europäische Kunstgeschichte in die Luft gesprengt worden, hätten die Altausseer Bergleute nicht ein bisschen Widerstand geleistet. Heute ist es zum Glück wieder friedlich – und im Vergleich zu Hallstatt fast schon ein Geheimtipp.
Fazit: Hallstatt ist ein Muss für das Auge, aber Altaussee ist die Rettung für die Nerven. Wer das Salzkammergut liebt, sollte beides gesehen haben – das eine für das Fotoalbum, das andere für das Herz.
Winterwanderung um Prüggen und rund ums Haus
Sylversternacht
Ausflug auf den Dachstein bei eisiger Kälte und Sturm: Flucht in die Eiskapelle
Tolle, abwechslungsreiche Woche mit netten Menschen und gutem Essen, dank unserer engagierten Hobbyköche Volker und Thorsten und natürlich danke an Benny für die gesamte Organisation.
Die Rückfahrt drohte zu einem Geduldsspiel zu werden, denn Samstag zum Ferienende und nach den Feiertagen - das bedeutet viel Verkehr. Wir haben deshalb einen Zwischenstopp in Regensburg eingelegt: GUTE ENTSCHEIDUNG.
















































































































































































Es war eine sehr schöne Woche in den Bergen,dort den Jahreswechsel zu erleben, in dieser tollen ruhigen Landschaft hat gut getan.